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Geldstrafen und Freispruch im Rallye-Prozess PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 22. November 2009 um 10:29 Uhr

Jeweils 2.500 Euro Strafe für drei Verantwortliche der Rallye

Im Prozess um den tödlichen Motorsport-Unfall bei der “Rallye de Luxembourg” im Jahr 2004 hat das Diekircher Gericht am Mittwochmorgen ein Urteil gesprochen.

Keiner der vier Angeklagten muss ins Gefängnis, drei von ihnen wurden zu einer Geldstrafe verurteilt. Der vierte Angeklagte wurde freigesprochen.

Die Richter verurteilten den Organisator, den Rennleiter sowie den Präsidenten des Organisationskomitees zu jeweils 2.500 Euro Geldstrafe. Der Sicherheitsverantwortliche erhielt einen Freispruch. Den drei Zivilparteien wurde ein Schadensersatz von 2.048 Euro und eine moralische Entschädigung von 65.000 Euro zugesprochen. Die Verurteilten können innerhalb von 40 Tagen Berufung einlegen.

 

In einer ersten Reaktion auf das Urteil äußerte einer der Verurteilten, der Präsident des Organistaionskomitees Guy Rasquin, sein Unverständnis über die Entscheidung. “Wir haben sicherlich einen Freispruch erwartet”, sagte er im Interview mit dem Radiosender DNR. “Ich bin mir auch nicht ganz im Klaren darüber, wofür wir eigentlich bestraft wurden”, gab er an. Vor allem versteht der zurückgetretene Präsident des „Rallye Supporter Club Luxembourg“ die Auslegung des Freispruchs nicht. “Ein Sicherheitsverantwortlicher ist für die Umsetzung unserer Ideen verantwortlich. Ich bin erstaunt darüber, warum ausgerechnet er freigesprochen wurde”, sagte Guy Rasquin kurz nach der Urteilsverkündung.


Bei dem Prozess ging es um einen tödlichen Unfall, der sich am 13. November 2004 bei der “Rallye de Luxembourg” ereignete. Auf der achten Etappe war ein niederländisches Team auf der Strecke Knaphoscheid-Nocher an einer Schikane mit 200 Stundenkilometern von der Fahrbahn abgekommen. Der Pilot hatte eine Schikane zu spät gesehen, prallte mit der rechten Seite gegen einen Felsen und überschlug sich. 

Der Copilot, Vater des Fahrers, war auf der Stelle tot. In dem Prozess ging es unter anderem auch um die fragliche Schikane, die offensichtlich nicht im Roadbook eingetragen war. Wegen des laufenden Prozesses wurde die diesjährige Ausgabe der “Rallye de Luxembourg” abgesagt.

 

Quelle: www.wort.lu

 



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. November 2009 um 10:31 Uhr